Modernisierung und Ausbau des Schießstandes von 25m auf 50m

Vorbereitung und Werdegang:

Abbau der bestehenden Schützenstände, des Kugelfangs und des gesamten Innenausbaus.
Abfangen der Frontseite der Turnhalle. Erdarbeiten und Bau der unterirdischen Schießbahn mit Nebenraum für die Abluftanlage und dem Notausgang

Ab 14.08.2009 Baubeginn mit Entkernen
Ab 12.03.2010 Planung des Innenausbaus, Beginn der Verlegung der Kanäle für Kabel und Beleuchtung
Ab 12.02.2011 Erstellung der Wandverkleidung
Ab 04.05.2011 Wiederaufbau und Erweiterung des Kugelfangs mit Alt und Neuteilen
Ab 05.07.2011 Verbringung des Fußbodenmaterials in den Stand und Verlegung in der Schießbahn
Ab 25.05.2011 Verlegung der Lampenwannen und komplette Verdrahtung der Elektroverteilung
Ab 20.09.2011 Verlegung der für die Lüftungsanlage benötigten Kabel, Lieferung und Einbau der Anlage durch Fa. Klee.
Ab 24.04.2012 Lieferung des Deckenmaterials und Montage der Decke im Abschussbereich
Ab 14.07.2012 Fertigung der Schießtische
Ab 20.01.2014 Herstellung des rückprallsicheren Fußbodens auf dem Schützenstand und im erweiterten Abschußbereich
Ab 24.02.2014 Aufbau der elektronischen Trefferanzeige und der Scheibenanlage
Am 13.12.2014 Artikel in Offenbach Post über neues Schießstand

Mitarbeiter und Ansprechpartner:

Albert Ricker
Vertreter des Hauptvorstands der Turngemeinde Weiskirchen Planung und Organisation der nötigen Genehmigungen, der erforderlichen Mittel und des Rohbaus

Bodo Bauer
Planung und Ausführung der kompletten Elektroarbeiten, Organisation von Material und ausführenden Firmen

Bodo Bauer, Günther Ketterl, Bruno Helm, Jürgen Wagner
Planung und Aufbau von Kugelfang, Wänden, Decke, Lampen, Fußboden, Schützenständen usw.

Arno Schacht
Schießstandsachverständiger
Beratung als Sachverständiger für den Aufbau der Wände und Decke, den Fußboden, die Lüftungsanlage und weitere technische Fragen
Begutachtung des fertigen Standes und Erstellen des Berichts an die zuständige Ordnungsbehörde

Herr Ehling
Vertreter der Ordnungsbehörde – Sicherheit und Ordnung
Behördliche Abnahme und Freigabe

Ausführende Firmen:

Fa. Lorenz
Erstellung des Rohbaus

Fa. Lahnau – Frau Regina Roth
Lieferung der Deckenteile für den Abschussbereich

Fa. BSW – Herr Weber
Lieferung und Erstellung des rückprallsicheren Fußbodens

Dipl.-Ing. Dieter Klee – Herr Dieter Klee
Planung, Lieferung und Erstellung der Lüftungsanlage

Ballistic Steel – Herr Oliver Wurz
Lieferung des Kugelfangs

Fa. Häring – Herr Häring
Lieferung und Aufbau der elektronischen Trefferauswertanlage

Komponenten:

Kugelfang:

Wiederaufbau des Kugelfangs aus der Altanlage der Firma Balistic Steal und Erweiterung durch Neukauf der fehlenden Teile. Isolierung der Lamellen gegen Staub und Rückprall von Geschossteilen. Schutz der oberen und unteren Einfassung gegen Rückprall.

Kabelkanäle:

Alle Kabel, Lampen, Verteilung und Steckdosen wurden in Eigenleistung fach-männisch verlegt, montiert und angeschlossen – auch für die Lüftungsanlage.
Die Kabelkanäle wurden mit Stahlplatten geschützt und diese rückprallsicher mit Holz (Hobeldielen) verkleidet.

Fluchtweg und Notausgang:

Der vorgeschriebene Notausgang befindet sich in Höhe des Kugelgangs. Er ist alarmgesichert und mit in Fluchtrichtung zeigende beleuchtete bzw. selbstleuchtende Hinweisen versehen.
Die Türen sind nur von innen zu öffnen, um ein Betreten von außen während des Schießbetriebs sicher zu verhindern.

Boden:

Der Fußboden ist vom Schützenstand bis ca. 40m in Eigenleistung mit einer doppelten Lage Rebugol der Firma BSW im Klebeverfahren ausgelegt von 40m bis 50m einlagig.
Ab dem Eingang im Bereich von 12m wurde außerdem durch die Firma BSW der mehr­lagig aufgebaute und versiegelte rückprallsichere Bodenbelag aufgebracht.

Wände:

Beide Seiten der 50m-Anlage wurden in Eigenleistung komplett rückprallsicher mit Holz verkleidet. Aufbau mit Balken 6x6cm, darauf Hobeldielen in einer Dicke von 27mm.
Bis 25m wurde zusätzlich der Zwischenraum mit Steinwollmatten hinter dem Holz ausgefüllt und ab dem Schützen­stand noch 12m lang alle 8cm mit senkrechten Balken 6x4cm als zusätzlichen Rückprallschutz und Schalldämmung versehen.
Auch die Fertigung der Ablagetische am Schützenstand erfolgte in Eigenleistung aus weichem Holz.

Decke:

Die Deckenkonstruktion im erweiterten Schützenbereich besteht aus einer Unterkonstruktion aus Blechträgern mit Hutprofil, auf die zum Rückprallschutz und zur Schalldämmung spezielle Deckenplatten aus geblähtem Glasgranulat aufgebracht wurden.

Lüftung:

Die Lüftungsanlage plante und errichtete Dip.-Ing. Dieter Klee. Es handelt sich um eine Zuluftanlage mit Wärmetauscher in einem außerhalb des Schießstands gemauerten Raum. Die Zuluft wird von dort über eine dreistufige Steuerung an die Rückseite des Schützenstands geleitet und leistet bis zu 20.000 m³ in der Stunde.
Die Abluftanlage gleicher Leistung ist in einem unterirdischen Nebenraum in Höhe des Kugelfangs untergebracht und transportiert die Abluft über Filtersysteme in den Außenbereich des Notausgangs. Der Zugang befindet sich beim alarmgesicherten Notausgang.

Schützenstand und elektronische Trefferanzeige:

Der Schützenstand ist vom Aufenthaltsraum über eine Schleuse erreichbar. Die Stände sind mit je einem Tisch zur Ablage der benötigten Gegenstände versehen.
An jedem Schützenstand befindet sich eine elektronische Anzeige zur Treffer­auswertung. Sie ist gekoppelt mit der elektronisch gesteuerten und mit maximal 10.000 Joule belastbaren und bis 7.500 Joule zugelassenen Scheibenanlage. Die Zeitsteuerung wird durch an den Scheiben angebrachte Licht­signalgeräte angezeigt. Die Scheiben selbst befinden sich zu je drei auf fahrbaren Ständern, die für die entsprechenden Disziplinen auf 50m, 25m und 10m gestellt werden können.